Kreta, die Kreideinsel
2008/08/20
Um endlich wieder einer meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen nachzukommen, fahre ich bald nach Griechenland. Ich war noch niemals in Griechenland.
Im Fernsehprogramm auf irgendeinem der privaten Senden habe ich erfahren, dass es auf Kreta einen besonderen floristischen Artenreichtum gibt. Demnach besteht die kretische Flora zum einen aus heimischen Pflanzen wie Eichen, Zypressen, Dattelpalmen und zum anderen aus eingewanderten Arten wie Agaven und Feigenkakteen, die sich schon etabliert haben. All diese grünen und bunten Planzen gilt es zu entdecken!
Tiere werde ich – abgesehen von angriffslustigen Ziegen und ignoranten Schafen – wohl kaum vor die Nase, und damit vor die Linse, bekommen. Dafür noch mehr Pflänzchen (hmmmm Rosmarin, Thymian, Oregano,…). Und Griechen. Hier und da einem Menschen zu begegnen wird nicht schaden. Ich stell es mir sogar ganz lustig vor. Die Griechen zählen ja seit meiner Schulzeit zu meinen Lieblingsmenschen. Eine meine besten Freundinnen ist Griechin und ihre Familie hat mich immer ganz besonders herzlich aufgenommen… Es fühlt sich jetzt schon fast an wie eine Entdeckungsreise zu einem noch unbekannten aber schon gespürten Teil der Familie (die in dem Fall gar nicht Teil der eigenen Familie ist, sondern nur gefühlte Familie).
Also plane ich am südlichen Zipfelchen, am Kap Lithino mit Kamera und Notizblock (jawohl, Papier!) zu starten und dann immer an der Küste entlang, um die Weißen Berge herum, durch das Ida-Gebirge zum Golf von Mirabello und zurück zu latschen und Pflanzenarten für mich zu entdecken. Ich kann mir gerade keinen schöneren Urlaub vorstellen!
Vielleicht bleibe ich aber auch einfach tagelang auf der kleinen Veranda einer fast noch kleineren Pension, wahlweise Taverne, unter einer verästelten Kiefer sitzen und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen – bei einem Glas Ouzo und freundlicher Gesellschaft. Da können die Schafe ignorieren wen sie wollen.




